Erik Schütz

Erik Schütz wurde 1922 in Wien in eine liberale Familie des Wiener Bildungsbürgertums geboren. Sein Vater Arthur und Mutter Irene Schütz geb. Nathanson sorgten für eine klassische Ausbildung, die 1938 durch Emigration jäh unterbrochen wurde. Erik Schütz diente 1942 bis 47 als intelligence officer in der britischen Armee, und führte dann die elterliche Firma in Wien.

Zu Arthur Schütz: 1880 in Moskau geboren, war begabter Antriebstechniker, Journalist und prononcierter Antinazi. Im Krieg Abwehroffizier gegen Russland, im Frieden Gründer der Fa. Schütz & Co, gegründet 1904. Er war Erfinder des Grubenhund: www.grubenhund.at

Erik Schütz trat ca. 1980 dem Verein Meteor bei und begann ca. 1982 mit der Sammlung Munk. Daneben sammelte er noch Strassenkarten aus dem 9. Bezirk – diese Sammlung wurde in Fotographie dem Bezirksmuseum Wien Alsergrund zur Verfügung gestellt. Weiters sammelte er Ansichten aller österreichischen Strassenbahnen.

Erik Schütz war begeistert von der Vielfalt und Qualität der Munk'schen Fabrikation. Für ihn bedeuteten die meisten Karten echte Kleinkunst, und mit der Akribie des technischen Kaufmannes, dem Instinkt des Nachrichtendienstlers und der Liebe zu Kunst und Detail baute er die Sammlung auf.

Erik Schütz starb – viel zu früh 1992 in Wien. Sein Sohn Peter Schütz hat das Privileg, die Sammlung fortführen zu dürfen.

"Die Glockengasse ist überall" - Artikel aus 'Der Standard', 22.03.2008